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Information zum Konzert am Samstag, 5. April 2003,
20 Uhr in der Stadtkirche Geislingen:

Gioacchino Rossini (1792 – 1868): Petite Messe Solennelle
Für Soli, Chor, Harmonium und Klavier

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Über den
Komponist und

das Werk

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Solisten,
Orchester
und Leitung

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Karten-
vorverkauf
und Preise

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Wegbeschreibung
zur Stadtkirche
Geislingen

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Geislinger Singkreis e.V.

 

...die arme, kleine Messe ...

Warum sich Gioacchino Rossini nach der Uraufführung seiner Oper "Guillaume Tell" im Jahr 1829 vom öffentlichen Musikleben fast völlig zurückzog, bleibt bis heute ein Rätsel. Bis dahin hatte der erst 37jährige rund vierzig Opern komponiert (bis zu vier in einem Jahr) und war beständig in eigener Sache unterwegs gewesen, nicht nur in Italien, sondern auch in den wichtigsten europäischen Musikmetropolen Wien, London, Paris. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere entschloss er sich, keine Oper mehr zu schreiben, und blieb diesem Entschluss bis zum Lebensende treu.

Die "Petite Messe solennelle" begann Rossini 1863 im Alter von 71 Jahren. Sie sollte sein letztes größeres Werk werden und überhaupt das umfangreichste des zweiten Lebensabschnitts. Er komponierte die Messe zur Weihe der Hauskapelle des Grafen und der Gräfin Pillet-Will, die zu Rossinis Freundeskreis in Paris zählten. Der Gräfin ist das Werk gewidmet. Die Uraufführung fand am 14. März 1864 in kleinem Kreise statt. Auf diesen intimen Rahmen ist die Besetzung abgestimmt – vier Solisten, Chor, Klavier und Harmonium. Die später auf Drängen von Freunden neu instrumentierte Orchesterfassung erklang erstmals am 29. Februar 1869 im Théatre Italien, ein Jahr nach Rossinis Tod. Gegen die Originalbesetzung konnte sie sich aber nicht durchsetzen.

Der Titel "Petite Messe solennelle" (Kleine feierliche Messe) für ein Werk von ungefähr 90 Minuten Dauer ist ein Beispiel für Rossinis hintergründigen Humor, der sich auch an anderen Stellen der Partitur zeigt, etwa in Gestalt der Tempoangabe "Allegro Cristiano". Aber auch in seinem "Nachwort an den lieben Gott", das er der handschriftlichen Partitur hinzufügte und das eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, konnte er von seiner Ironie nicht lassen:

"Zwölf Sänger und drei Geschlechter: Männer, Frauen und Kastraten werden zur Aufführung genügen, also acht für den Chor, vier für die Soli, im Ganzen zwölf Cherubim. Gott verzeihe mir folgende Zusammenstellung. Zwölf sind auch die Apostel in der berühmten Kinnbackenhandlung, die Leonardo als Fresko gemalt hat, das so genannte Abendmahl. Wer sollte es glauben! Es gibt unter deinen Jüngern welche, die falsche Noten singen!! Herr, beruhige dich, ich versichere, bei meinem Frühstück wird es keinen Judas geben, und meine Jünger werden richtig und mit Liebe deine Lobpreisungen und diese kleine Komposition singen, die leider die letzte Todsünde meines Alters ist. Lieber Gott – da ist die arme, kleine Messe beendet. Ist es wirklich heilige Musik, die ich geschrieben habe, oder am Ende gar eine Musik des Teufels? Ich bin für die komische Oper geboren, du weißt es wohl. Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.
G. Rossini. Passy 1863
."

Auch wenn sich in dem Werk hin und wieder unkirchliche Heiterkeit entfaltet, ist sie trotzdem mit großem Ernst geschrieben. Von ganz eigenem Reiz ist die Behandlung des Chores. Einerseits werden Reminiszenzen an die alte Vokalpolyphonie geweckt, andererseits schwelgt der Chor in wahren Klangwolken. Echte Prunkstücke sind die beiden Fugen am Ende des Gloria und des Credo, in denen Rossini das musikdramatische Mittel des Insistierens des Immergleichen auf die Fuge überträgt und so Wirkungen wie in manchen Opernfinali erreicht.

Vorwiegend lyrisch gehalten sind die umfangreichen Solopartien. Keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Komposition aufkommen lässt das abschließende Agnus Dei, eine erschütternde Klage der Solo-Altistin, die sich in ein optimistisches "Dona nobis pacem" des Chores auflöst.

 

Solisten, Instrumentarium und Leitung

  • Sopran: Mechthild Bach
  • Alt: Bärbel Müller
  • Tenor: Gerhard Nennemann
  • Bass: Christian M. Immler
  • Harmonium: KMD Friedrich Fröschle
  • Klavier: Heinz Lendl
  • Chor: Geislinger Singkreis

 

Kartenvorverkauf und Preise 
Karten im Vorverkauf über die Chormitglieder sowie bei
  • Buchhandlung Ziegler, Hauptstr.2 in Geislingen
    Tel.: 07331/41752
  • Schreibwaren Hoffmann, Überkinger Str.38b in Geislingen
    Tel.: 07331/60333

Preise an der Abendkasse:

Kategorie: unsichtbar.gif (73 Byte) 1 2 3 4 5 unnummeriert
Preis in EUR 23 21 19 17 15 10
  • Ermäßigung im Vorverkauf: EUR 2
  • Ermäßigung für Schüler, Studenten (alle Kategorien): EUR 3,50

 

 
Wegbeschreibung zur
Stadtkirche Geislingen

Anfahrt aus Richtung Göppingen:

  • B10 von Göppingen Richtung Geislingen

  • Ab Ortseingang Geislingen: B10 folgen Richtung Ulm

  • Nach ca. 2 km passiert die B10 die Fa. WMF mit Fischhalle (rechts der B10). Folgen Sie der B10 weiter und passieren Sie die nächsten 3 Ampelkreuzungen.

  • Die Stadtkirche befindet sich 100m nach der dritten Ampelkreuzung auf der linken Seite. Parkmöglichkeiten im Parkhaus "In der MAG" auf der linken Seite. Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Parkhauses, wenn sie nach dem Konzert weitere Aktivitäten in Geislingen planen.

Anfahrt aus Richtung Ulm:

  • B10 von Ulm in Richtung Geislingen

  • Ab Ortseingang Geislingen: B10 folgen in Richtung Göppingen.

  • B10 passiert das Parkhaus "In der MAG" (rechts der B10). Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Parkhauses, wenn sie nach dem Konzert weitere Aktivitäten in Geislingen planen.

  • Die Stadtkirche befindet sich unmittelbar hinter dem Parkhaus, ebenfalls auf der rechten Seite der B10.

Der Geislinger Singkreis e.V. freut sich auf Ihren Besuch des Konzerts!

 

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