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Information zum Konzert am Samstag, 25. Oktober 2003,
20 Uhr in der Stadtkirche Geislingen:

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem KV 626
Henry Purcell: Funeral Music of Queen Mary
Felix Mendelssohn Bartholdy: Jesu, meine Freude

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Über den
Komponist und

das Werk

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Solisten,
Orchester
und Leitung

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Karten-
vorverkauf
und Preise

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Wegbeschreibung
zur Stadtkirche
Geislingen

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Geislinger Singkreis e.V.

 

Henry Purcell: Funeral Music of Queen Mary

Zum Begräbnis der englischen Königin Mary II (gestorben 1694) schrieb Henry Purcell, der bekannteste englische Komponist des 17. Jahrhunderts, die Trauermusik. Drei Anthems (Motetten) über Texte aus dem Common Prayer Book von 1660 und aus dem Buch Hiob sind eingebettet zwischen Bläsermusik. Der Marsch zu Beginn und zum Ende begleitete den Trauerzug zur und von der Westminster Abbey, die Canzona erklang während des Trauergottesdienstes in der Kirche.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Jesu, meine Freude

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte die Kirchenmusik im protestantischen Gottesdienst nur noch ein Schattendasein. Die schlichte gottesdienstliche Gebrauchsmusik hatte weitgehend den Bezug zur Liturgie verloren. Ein Verdienst Mendelssohns ist es, mit einer Rückbesinnung auf die Werke Bachs eine Wende eingeleitet zu haben. Davon zeugt die Fülle seiner Kompositionen für Chor a cappella und mit Orgelbegleitung. Seine Hymnen, Psalmen und Sprüche gehören heute zum Repertoire aller Konzertchöre. Die beiden großen Werke Elias und Paulus sind die bedeutendsten biblischen Oratorien des 19. Jahrhunderts.

Um so erstaunlicher ist es, dass nur wenige der Choralkantaten Mendelssohns bisher überhaupt im Druck erschienen sind. Die Orchestereinleitung zu "Jesu, meine Freude" ist thematisch aus der Liedmelodie gewonnenen. Entsprechend der Grundform, die wir in vielen Kantatensätzen Bachs finden, werden die einzelnen Choralzeilen imitatorisch durchgeführt, verbunden durch Orchesterzwischenspiele. Formal handelt es sich um eine Stilkopie, in der klanglichen Ausprägung aber eindeutig um ein Werk der Romantik.

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem KV 626

Manche Legende rankt um Mozarts letztes Werk. Auf Bestellung eines Grafen Waldegg, der das Requiem als eigene Komposition zur Totenfeier seiner Frau ausgegeben wollte, machte sich Mozart aus Geldnot an die Arbeit, seinen eigenen Tod wohl schon ahnend. Im Oktober 1791 schreibt er in einem Brief: "Mein Kopf ist verwirrt. Nur mit Mühe halte ich mich gesammelt. Das Bild jenes Unbekannten will nicht vor meinen Augen weichen. Immer sehe ich ihn vor mir, er bittet, er drängt mich, ungeduldig fordert er die Arbeit von mir... Ich fühle es, mein Zustand sagt es mir: die Stunde schlägt! Ich werde sterben müssen. Ich bin am Ende, ehe ich mich meines Talents erfreuen durfte... Und so beende ich meinen Grabgesang. Ich darf ihn nicht unvollendet lassen." Am 5. Dezember 1791 starb Mozart, und sein "Opus summum viri summi" – das größte Werk des größten Meisters – wie es sein Zeitgenosse J.A. Hiller bezeichnete, blieb doch unvollendet. Ein Freund und Schüler Mozarts, Franz Xaver Süßmayer, hat versucht sich in Mozarts Stil einzufühlen und das Werk zu vollenden. Weitgehend griff er dabei auf Vorarbeiten und Anweisungen des Meisters zurück. Trotz der Grenzen von Süßmayers Talent, ist die alles überstrahlende Kraft von Mozarts Geist und Genie durchgängig hörbar.

Die Uraufführung fand 1792 in Wien statt. Das Außerordentliche des Werks wurde sofort erkannt. In kurzer Zeit eroberte das Requiem die gesamte musikalische Welt.

 

Kritik

KIRCHENKONZERT / Geislinger Singkreis gibt vor großem Publikum in der Stadtkirche bemerkenswerten Abend Kalte Schauer der Verzweiflung Chor, Solisten und Orchester verleihen Mozarts erschütterndem Requiem expressiven Ausdruck. Ein musikalisches Erlebnis bescherte der Singkreis mit seiner Aufführung des Mozart-Requiems den mehr als 600 Zuhörern in der Stadtkirche.

Der Geislinger Singkreis hatte zu einem überaus bemerkenswerten Konzertabend in die Stadtkirche geladen, bei dem das "Mozart-Requiem" im Zentrum stand. Die überwältigende Zahl der Besucher ließ Großes erwarten - die Musikfreunde wurden wieder reich beschenkt.

KARLHEINZ BAUER

GEISLINGEN Beim Konzert des Geislinger Singkreises am Samstagabend in der Stadtkirche waren die Solisten: Monika Mauch (Sopran), Bärbel Müller (Alt), Sebastian Mory (Tenor) und Wilhelm Schwinghammer (Bass). Zudem wirkten das Ansbacher Kammerorchester und ein Bläserensemble mit. Die Leitung lag in den bewährten Händen von Kirchenmusikdirektor Gerhard Klumpp.
Zu Beginn erklang die Choralkantate "Jesu, meine Freude" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Dieser Meister, lange Jahrzehnte vernachlässigt, erfährt zurzeit eine verdiente Renaissance. Vor allem seine Psalmvertonungen und Kantaten lassen aufhorchen. In einer Rückbesinnung auf die Werke Bachs wies er der Kirchenmusik neue Wege. Freilich schimmert der Übervater in diesen Werken durch, in der Satzanlage, in den Stilmitteln, in der Kontrapunktik. Auch die Kantate "Jesu, meine Freude" erinnert stark an einen Bachschen Kantatensatz, in seinem polyphonen Gewebe mit den Choralzeilen als Cantus firmus vom Chor trefflich nachgezeichnet.

Dumpfer Trommelklang

Mit der Trauermusik zum Begräbnis der englischen Königin Maria II. von Henry Purcell steigerte sich die musikalische Dimension. Drei Anthems (Motetten), eingebettet zwischen Bläsermusik, beeindruckten in ihrer ernsten, feierlichen Tonsprache. Schön, wie der Chor die herben Sätze wirkungsvoll gestaltete. Das Solistenquartett sang verhalten und wie aus einem Guss. Bei den durch dumpfen Trommelklang unterlegten Marschsätzen der Bläser sah man im Geist, wie sich der Trauerzug gemessenen Schrittes zur Westminster Abbey bewegt.
Der Höhepunkt des Abends war das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist das letzte Werk des Meisters und zugleich das Erschütterndste, was er je in Töne gesetzt hat. Es steht am Ende eines kurzen, früh vollendeten Lebens, und der Meister wusste, dass er damit seine eigene Begräbnismusik schrieb. Mozart musste das Werk unvollendet hinterlassen. Es ist überschattet von Todesahnung und Ängsten. Die Düsternis des Unabwendbaren, der Kampf gegen das Rätsel des Todes dominieren in der Musik über den tröstlichen Durchblick auf das ewige Licht.
Prachtvoll gelangen die Chorsätze. Schon Introitus und Kyrie jagen dem Hörer kalte Schauer über den Rücken. Die Verzweiflung des Menschen, der am Leben hängt, ist ansteckend. Innig, wie einen Lichtstrahl im Dunkel, ließ Monika Mauch den Psalmvers "Te decet hymnus"  aufleuchten. Doch im Sturm des "Dies irae", dramatisch vom Chor geboten, bestimmt die Furcht vor dem Jüngsten Gericht das Geschehen.
Großartig klang das Solistenquartett im "Recordare". Ob beim verängstigten "Rex", beim düsteren "Confutatis", beim schwermütigen "Lacrimosa", immer stand das Expressive der Musik im Vordergrund. Voller Leben und Zuversicht sprühten die Fugen "Quam olim Abrahae". Als einziger Satz in Dur kontrastiert das "Sanctus" die dunkle Grundstimmung. Das "Benedictus" empfanden die Solisten herzlich lyrisch. Bei der "Communio" als Schlussgesang schloss sich der Kreis. Die anfängliche Gnadenlosigkeit des bevorstehenden Todes gewann wieder die Oberhand; sie kulminierte in der leeren Quinte des Schlussakkordes.
Monika Mauch sang ihren Part äußerst engagiert und gefiel mit ihrer unbeschwerten Musizierfreude. Bärbel Müller fiel durch äußersten Wohlklang in Stimmführung und einem wühlenden Timbre auf. Sebastian Mory fügte sich souverän und beherrscht in das Ensemble ein. Wilhelm Schwinghammer setzte mit kräftigem, zum allzeit differenzierten Modellieren fähigen Ausdruck den erfreulichen Kontrapunkt.

Großer Gestaltungswille

Für seine zuweilen anspruchsvolle Aufgabe zeigte sich der Chor in gewohnter Form bestens präpariert. Gerhard Klumpp gibt dem Zufall keine Chance. Jedes Detail ordnet sich zielgerichtet seinem unbändigen Gestaltungswillen unter und gerät dadurch für den Zuhörer zu einem umso eindringlicheren Klangerlebnis. Nicht zu überhören war die beharrlich-konsequente Probenarbeit. Der musikalische Erfolg und die Begeisterung seines Publikums geben ihm Recht. Der dankbare Beifall war mehr als verdient.  

Erscheinungsdatum: Montag 27.10.2003
Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/

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Solisten, Instrumentarium und Leitung

  • Sopran: Monika Mauch
  • Alt: Bärbel Müller
  • Tenor: Sebastian Mory
  • Bass: Wilhelm Schwinghammer
  • Orchester: Ansbacher Kammerorchester
  • Bläserensemble
  • Chor: Geislinger Singkreis

 

Kartenvorverkauf und Preise 
Karten im Vorverkauf über die Chormitglieder sowie bei
  • Buchhandlung Ziegler, Hauptstr.2 in Geislingen
    Tel.: 07331/41752
  • Schreibwaren Hoffmann, Überkinger Str.38b in Geislingen
    Tel.: 07331/60333

Preise an der Abendkasse:

Kategorie: unsichtbar.gif (73 Byte) 1 2 3 4 5 unnummeriert
Preis in EUR 23 21 19 17 15 10
  • Ermäßigung im Vorverkauf: EUR 2
  • Ermäßigung für Schüler, Studenten (alle Kategorien): EUR 3,50

 

 
Wegbeschreibung zur
Stadtkirche Geislingen

Anfahrt aus Richtung Göppingen:

  • B10 von Göppingen Richtung Geislingen

  • Ab Ortseingang Geislingen: B10 folgen Richtung Ulm

  • Nach ca. 2 km passiert die B10 die Fa. WMF mit Fischhalle (rechts der B10). Folgen Sie der B10 weiter und passieren Sie die nächsten 3 Ampelkreuzungen.

  • Die Stadtkirche befindet sich 100m nach der dritten Ampelkreuzung auf der linken Seite. Parkmöglichkeiten im Parkhaus "In der MAG" auf der linken Seite. Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Parkhauses, wenn sie nach dem Konzert weitere Aktivitäten in Geislingen planen.

Anfahrt aus Richtung Ulm:

  • B10 von Ulm in Richtung Geislingen

  • Ab Ortseingang Geislingen: B10 folgen in Richtung Göppingen.

  • B10 passiert das Parkhaus "In der MAG" (rechts der B10). Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Parkhauses, wenn sie nach dem Konzert weitere Aktivitäten in Geislingen planen.

  • Die Stadtkirche befindet sich unmittelbar hinter dem Parkhaus, ebenfalls auf der rechten Seite der B10.

Der Geislinger Singkreis e.V. freut sich auf Ihren Besuch des Konzerts!

 

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