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Informationen zum Konzert am 16. Oktober 2004,
20 Uhr in der Stadtkirche Geislingen:

Anton Dvorák (1841 – 1904):

Präludium und Fuge D-Dur
für Orgel
Messe D-Dur op. 86
für Chor und Orgel
Biblische Lieder op. 99
für Tenor und Orgel

Leoš Janácek (1854 – 1928)

Vater unser
für Chor, Tenor-Solo, Orgel und Harfe

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Über den
Komponist und

das Werk

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Solisten,
Orchester
und Leitung

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Karten-
vorverkauf
und Preise

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Wegbeschreibung
zur Stadtkirche
Geislingen

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Geislinger Singkreis e.V.

 

Dvorák (100. Todestag) und Janácek (150. Geburtstag)

Neben Smetana gehören Anton Dvorák und Leoš Janácek zu den wichtigsten Vertretern einer eigenständigen tschechischen Musik. Dvorák, dessen 100. Todestags wir in diesem Jahr gedenken, gehört zu den populärsten Komponisten des 19. Jahrhunderts überhaupt. International berühmt wurde er als Komponist und Dirigent durch seine Auftritte in England und in den Vereinigten Staaten (Sinfonie "Aus der neuen Welt"). Bis in die späten Jahre gehörten neben sinfonischer Musik und Opern auch Kirchenwerke zu seinen großen Schöpfungen, wie das Stabat Mater (1876), das Requiem (1890) und das Te Deum (1892).

Die Messe D-Dur nimmt eine Sonderstellung ein. Formal durchaus groß angelegt, war sie in der Erstfassung nur mit Orgel als Begleitinstrument besetzt.
Von Architekt Josef Hlavka in Auftrag gegeben, war eine größere Besetzung ausgeschlossen, da es für seine Privatkapelle auf Gut Lucany (Südböhmen) gedacht war. Die Uraufführung 1887 im kleinen Kreise dirigierte Dvorák selbst. Erst zwei Jahre später folgte die erste öffentliche Aufführung im Pilsner Stadttheater. Von seinem Verleger wurde Dvorák gedrängt, das Werk noch für großes Orchester zu instrumentieren, was dann 1892 geschah. Der Vokalsatz blieb dabei unverändert. In beiden Fassungen ist die Messe ein einmaliges Meisterwerk der Spätromantik.

Janáceks arme Kindheit ließ ihn zeitlebens zum Kämpfer gegen soziale und nationale Ungerechtigkeit werden. Die Arbeiterbewegung in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts fand deshalb in seinem kompositorischen Schaffen seinen Niederschlag. Zur Kunst und Kultur des benachbarten Polen, das unter der zaristischen Vorherrschaft litt, hatte er eine besondere Beziehung. Durch den Bilderzyklus unter dem Namen "Vater unser" des polnischen Malers Josef Mecin-Krzesz (1860-1934) inspiriert komponierte Janácek sein gleichnamiges Werk im Jahr 1901. Von den acht Bildern des Zyklus standen fünf davon Pate für Janáceks Komposition:

  1. Arbeiter knien im Walde vor einen Kreuz (Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde den Name!)
  2. Die Familie bei einem verstorbenen Kind (Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden!)
  3. Die Mahd – reiche Ernte – ein Gewitter zieht herauf (Unser täglich Brot gib uns heute!)
  4. Kerker – der Häftling (Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!)
  5. Der Einbrecher ist in der Nacht in das Zimmer eingedrungen: Christus behütet den Schlafenden (Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Amen)

Die kleine, aber ungewöhnliche Besetzung mit Orgel und Harfe ist äußerst wirkungsvoll. Mit kleinen, rhythmisch belebten Figurationen hat die Instrumentierung über weite Strecken etwas Schwebendes und Inniges. Das Taktschema ist nicht sofort offensichtlich. Im Mittelteil (Gewitter) wirds dagegen rhythmisch prägnant und dramatisch. Der Ruf nach Brot kommt einem sozialen Aufschrei gleich. Im Schluss-Amen erreicht das Werk dann durch stete Wiederholung desselben Motivs den Höhepunkt seiner dramatischen Aussage.

 

Solisten, Instrumentarium und Leitung

  • Tenor: Forrest Lee
  • Orgel: Wolfgang Pelz
  • Harfe: Uta Klumpp
  • Chor: Geislinger Singkreis
  • Leitung: KMD Gerhard Klumpp
  • E-Mail: gerhard.klumpp@gmx.de

 

Kartenvorverkauf und Preise 
Karten im Vorverkauf über die Chormitglieder sowie bei
  • Buchhandlung Ziegler, Hauptstr.2 in Geislingen
    Tel.: 07331/41752
  • Schreibwaren Hoffmann, Überkinger Str.38b in Geislingen
    Tel.: 07331/60333

Preise an der Abendkasse:

Kategorie: unsichtbar.gif (73 Byte) 1 2 3 4 nicht nummeriert
Preis in EUR 20 18 16 14 10
  • Ermäßigung im Vorverkauf: EUR 2
  • Ermäßigung für Schüler, Studenten (alle Kategorien): EUR 3,50

 

 
Wegbeschreibung zur
Stadtkirche Geislingen

Anfahrt aus Richtung Göppingen:

  • B10 von Göppingen Richtung Geislingen

  • Ab Ortseingang Geislingen: B10 folgen Richtung Ulm

  • Nach ca. 2 km passiert die B10 die Fa. WMF mit Fischhalle (rechts der B10). Folgen Sie der B10 weiter und passieren Sie die nächsten 3 Ampelkreuzungen.

  • Die Stadtkirche befindet sich 100m nach der dritten Ampelkreuzung auf der linken Seite. Parkmöglichkeiten im Parkhaus "In der MAG" auf der linken Seite. Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Parkhauses, wenn sie nach dem Konzert weitere Aktivitäten in Geislingen planen.

Anfahrt aus Richtung Ulm:

  • B10 von Ulm in Richtung Geislingen

  • Ab Ortseingang Geislingen: B10 folgen in Richtung Göppingen.

  • B10 passiert das Parkhaus "In der MAG" (rechts der B10). Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Parkhauses, wenn sie nach dem Konzert weitere Aktivitäten in Geislingen planen.

  • Die Stadtkirche befindet sich unmittelbar hinter dem Parkhaus, ebenfalls auf der rechten Seite der B10.

Der Geislinger Singkreis e.V. freut sich auf Ihren Besuch des Konzerts!

 

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